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Das Königreich
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Autor Onyx-san
Buchserie
Vorgänger
keine
Nachfolger
Die Wächter
Das Königreich (eng. The Kingdom) ist der erste Band der Reihe Die Wächter der Freiheit.

Klappentext:

Korru ist der Leitrabe eines Wolfsrudels und lebt ein friedliches Leben in einklang mit den Wölfen. Doch als ein harter Winter hereinbricht und er von dem Wolfsrudel getrennt wird muss er weiterziehen. Er entscheidet sich in einem anderen Wald zu bleiben, doch weiß er nicht, dass dieser Wald bereits jemandem gehört und dieser sieht nicht gerne Fremde in seinem Königreich...

PrologBearbeiten

Die Nacht war so finster, dass Jarah nicht einmal seine eigene Kralle vor Augen sehen konnte. Die Sterne waren so blass, dass sie keinerlei Licht abgaben. Nur der dünne, krallenförmige Mond erhellte die Nacht ein wenig. Zu Jarahs Glück war sein grau-schwarzes Federkleid war in der Dunkelheit fast gar nicht zu erkennen, so war es leicht gewesen sich nachts aus dem Schloss zu schleichen. Dennoch flog er vorsichtig und versuchte so wenige Geräusche wie möglich beim Fliegen zu machen. Nicht nur, weil er nicht von den Wachen des Königs entdeckt werden wollte, sondern auch aus Angst von einer Eule gehört zu werden. In der Nacht, noch dazu in einer so finsteren, war eine kleine Nebelkrähe wie Jarah eine leichte Beute für eine Eule. Er würde sie nicht einmal kommen hören.

Jarah atmete erleichtert auf, als er eine Rabenkrähe entdeckte, deren ungewöhnlich es, weißes Gefieder im schwachen Mondlicht leuchtete. Er ließ sich neben ihr auf dem Ast nieder. "Da bist du ja endlich, Jarah! Was hat den so lange gedauert?" wollte die weiße Krähendame wissen. "Entschuldige, Soleil." begann Jarah. "Aber bei Nacht ist der Wald kaum wieder zu erkennen. Du musst wissen, dass ich für gewöhnlich nicht Nachts ausfliege." Soleil blickte sich einmal um. "Ist ja jetzt auch nicht so wichtig." sagte sie. "Ich hoffe bloß, dass dir niemand gefolgt ist." Jarah ging nicht auf den letzten Satz, den Soleil sagte ein. Nicht, weil er von ihr mehr vertrauen erwaret hätte, sondern weil er sich selbst nicht sicher war. "Also, worum geht es?" fragte er schließlich. "Es muss immerhin einen Grund geben, warum du mich Nachts hier her bestellst. Und ich hoffe es ist ein Guter." In Soleils roten Augen lag misstrauen, doch sie waren nicht auf Jarah gerichtet, sondern auf den Wald hinter ihm, als erwarte sie, dass jeden Moment eine Eule hinter ihm auftauchte und ihre scharfen Krallen um Soleils Hals lege. "Das ist er auch." antwortete sie. "Es geht um unseren Anführer. Dongan soll herausgefunden haben, dass er sich im Königreich Corone versteckt." Jarahs Blick füllte sich mit entsetzten. "Das ist schrecklich." krähte er. "Ich werde ihm sagen, dass er auf der hut sein und sich vorerst von den Wächtern des Friedens verhalten soll." "Ich bezweifle, dass er auf dich hören wird, Jarah." warf Soleil ein. "Ich weiß" sagte Jarah. "Aber mehr kann ich auch nicht für ihn tun." Für einige Zeit trat Schweigen zwischen den beiden Krähen ein. "Er muss wissen was gut für ihn und die Wächter ist. Immerhin ist er unser Anführer." fügte Jarah schließlich noch hinzu. Als sie bemerkte, dass der Mond sich allmälich zu senken begann sagte Soleil: "Na gut, aber ich zähle auf dich, Jarah. Das werden nun alle Wächter." Jarah nickte, dann flog Soleil ohne ein weiteres Wort davon.

Jarah sah Soleil noch hinterher, bis ihre weiße Gestalt in den Dunkelheit verschwand. Er harrte noch einen Augenblick auf dem Ast aus. Gerade als er sich mit den Klauen von seinem Halt abstoßen wollte, hörte er die Geräusche von Flügelschlagen und klirrendem Eisen. Jarah konnte diese Geräusche sofort den Wachen des Königs zuordnen. Er erstarrte vor Schreck und noch ehe er sich wieder bewegen konnte landeten zwei der Wachen auf seinem Ast. An den Flügeln der Wachen waren jeweils zwei Eisenfedern angebracht. Eisenfedern, von Manchen werden sie auch Silberfedern genannt, sind Waffen, die in den Königreichen sehr häufig verwendet wurden. Es waren dünne Eisenklingen in Federform, die im Gefieder an den Flügeln angebracht wurden. "I..ich äh..." stammelte Jarah und trat mit den Füßen nervös hin und her. "Du braust nichts zu erklären. Ich habe alles gehört." höhre er eine Stimme sagen und kurz darauf trat eine große Rabenkrähe aus dem Schatten auf Jarah zu. "Dongan..." hauchte Jarah leise. "Es heißt König Dongan!" berichtigte ihn die Rabenkrähe. "Ich bitte um Verzeiung, König Dongan." krächzte Jarah und senkte den Kopf. "Dafür ist es für dich jetzt zu spät!" krähte Dongan. "Du bist also einer von diesen Wächtern der Freiheit. Und euer Anführer versteckt sich in meinem Königreich." Der König schüttelte langsam den Kopf, dann stieß er ein verächtliches Krächzen aus. "Also, Jarah, sag mir: wer ist euer Anführer?" fragte Dongan. Jarah hielt den Kopf gesenkt und schwieg. Nach einer Weile schien Dongan die Gedult zu verlieren. "Ich habe gefragt, wer euer Anführer ist!" brüllte er. "Das werde ich dir niemals verraten." entgegnete Jarah. Zorn blitze in den Augen des Krähenkönigs auf. Er schritt gan nah an Jarah heran, dann schlang er seine kräftige Kralle um den Hals der Nebelkrähe. Jarah krähte vor schreck. "Willst du immernoch nicht reden?!" fragte Dongan nun. "Niemals!" krächzte Jarah. Nun war neben dem Zorn noch Verzweiflung in den Augen des Königs zu sehen. Ohne mein Wort können sie nicht herausfinden, wer unser Anführer ist. dachte Jarah triumphirend. Das bedeutet, dass sie mich nicht töten werden. Dongan schleuderte Jarah von sich weg, dann wandte er sich seinen Wachen zu. "Bringt ihn weg!" befahl er, dann sagte er leise dazu: "Ich werde die Antwort schon irgendwie aus ihm hinauskriegen."

Das Leben unter WölfenBearbeiten

Der Nebel hing wie ein grauer Schleier über dem Wald und erschwerte Korru die sicht. Er schwang sich von dem Ast des kahlen Baumes, auf dem er saß, empor in die Luft, den Blick immer auf den nebeligen Waldboden gerichtet. Nach einer Weile flog er näher an den Boden um besser nach einem Beutetier Ausschau halten zu können. Nun dauerte es nicht mehr lange, bis er einen alten Elch fand, der anscheinend wegen einer Verletzung nicht mehr mit seiner Herde mithalten konnte und von ihnen getrennt wurde.

Korru flog wieder ein stück höher in die Luft und stieß ein lautes Krähen aus. Das machte er, um dem Wolfsrudel zu Zeigen, wo sich eine geeignete Beute befand. Er setzte sich wieder auf einen Ast in der Nähe. Jetzt musste Korru nur noch warten, bis die Wölfe den Elch erlegt hatten und dass könnte ei diesem verletztem, alten Tier nicht lange dauern.

Tatsächlich brauchten die Wölfe, obwohl der Elch sich mit aller kraft gewehrt hatte, nicht lange um ihn an den Rand seiner Kräfte zu bringen und schließlich zu erlegen. Korru war ihnen während ihrer Verfolgungsjagt nachgeflogen und segelte jetzt auf den Kadaver des Elches hinab um einige Stücke Fleich zu ergattern. Ihm machten die Wölfe schon lange keine Angst mehr und die großen, silbernen Tiere schienen sich auch nicht für den einzelnen Kolkraben zu interessieren, der an ihrer Beute herumnagte. Als Korru sich den Wölfen angschlossen hatte, hat er sich Anfangs gefragt, ob es sie denn störe, dass er sich so dreist an ihrer Beute beteiligte, aber jetzt wusste er, dass er genauso seinen Teil zu der Jagt beigetragen hatte, wie die Wölfe auch. Egal wie das Rudel darüber denken mochte.

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