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Freunde holen dich auch aus der Hölle

und zahlen dem Teufel Kaution. Doch geht's dir mal gut dann vergiß nie die Freunde.

Der nächste Trouble der wartet schon.

»Setz dich erst mal auf den Stuhl. Ich hol was für deinen Flügel«, meinte sie und verschwand in der Wohnung. Nach fast 15 Minuten kam sie wieder hinaus und hatte neben einem Erstehilfe Kasten auch ein Tablett mit etwas zu trinken und ein paar Sandwichs dabei.
»Du hast sicher Hunger oder?«, kam es von ihr und sie stellte das Tablett vor dem Dämon ab. Dieser sah zögernd zu dem Engel. Dann murmelte er ein: »Du glaubst nicht wie sehr«
»Ich kann es mir vorstellen«, kam die Antwort und sie kümmerte sich um den Flügel, während der Dämon anfing die Sandwichs zu essen.

»Warum bist du nicht mit dem Krankenwagen mitgefahren, den ich dir gerufen haben?«, wollte sie dann wissen.
»Na ja Menschen neigen dazu alles was sie nicht kennen zu erforschen und sie würden mir meine Flügel abschneiden, nur um rauszufinden, ob sie echt sind. Wenn sie mich nicht sogar vorher töten würden«
»Kannst du keine Illusion auf dich legen? Oder deine Flügel verbergen?« Der Dämon schüttelte den Kopf..
»Warum sind die Engel hier so streng?«, wollte er wissen.
»Ich weiß es nicht. Die Angelegenheit geht uns niedrigere Engel nichts an. Wir sind den Erzengeln unterstellt und die kümmern sich um die wichtigen Angelegenheiten.«
»Du glaubst also einfach so dass was euch gesagt wird? Hinterfragst nicht?«
»Bis her hatte ich keinen Grund dazu.«

Rekezh nickte. War ja klar, dass die Engel nicht hinterfragten. Kyrana brachte das Geschirr weg und trat erneut auf den Balkon. »Du solltest dir besser einen anderen Unterschlupf suchen. Nach Möglichkeit weit entfernt. Wenn Azrael bemerkt, dass du wieder hier bist, ich weiß nicht wie er reagieren wird. Er ist eh schon etwas angefressen wegen der Übernachtungsaktion.« Den Kopf nach rechts neigend sah sie ihn an.
»Vielleicht sieht man sich mal wieder? Ich meine irgendwann wird er meiner Überwachung sicher überdrüssig.« Sie schloss die Balkontür.
»Mach bitte einfach dass du wegkommst, es ist deiner Gesundheit zuträglicher. Wer weiß was Azrael mit dir anstellt, wenn er dich wieder hier findet.« Sie zog die Gardienen vor und ließ den Rollladen runter. Drehte sich mit dem Rücken zu diesen und ignorierte, alles was auf ihrem Balkon los war. Er musste einfach begreifen, dass sie beide in Teufelsküche kamen, wenn sie sich nicht voneinander fern hielten.

Er stand stumm auf dem Balkon. Doch ihre Worte machten ihm Sinn. Er musste weg, wenn er nicht getötet werden wollte. Denn er war sich sicher, den Erzengel zu kennen, auch wenn er nicht wusste, woher. Aber er hatte ihn schon mal gesehen da war er sich zu 100 % sicher. »Wenn du mich besuchen willst, ich lebe in einer Hütte am Waldrand nahe des Parkplatzes. Wenn dir nach Gesellschaft ist, kannst du gerne vorbei kommen.« Dann fügte er hinzu: »Sofern ich noch lebe.«

Sie hörte die Worte und hielt die Augen geschlossen. Es klang, toll, aber sie konnte nicht. Sie durfte nicht. Ihr Herz drohte zu zerspringen. Die Präsenz verschwand und als sie die Augen öffnete, stand Azrael vor ihr.
»Warum nur bringst du dich dauernd in solche Schwierigkeiten?«, wollte er wissen.
»Das ist nicht gut. Weder für dich, noch für uns und schon gar nicht für deinen Freund. Er wird so oder so irgendwann sterben. Da kannst du dich um seine Wunden so viel kümmern wie du willst. Es wird nichts bringen.«
»Sonst noch was? Nein? Gut! Dann lass mich jetzt schlafen.« Damit fiel sie auf ihr Bett, verkroch sich unter der Decke und rollte sich ein.
»Verzieh dich endlich!«, rief Kyrana als sie die Decke zurück schlug und sich aufrichtete. Die Präsenz des Erzengels war noch immer da.
»Du bist ganz schön Frech weißt du da?«, kam es von dem Erzengel und er beugte sich zu Kyrana runter. Diese sah traurig zur Seite und eine einzelne Träne rann ihre rechte Wange hinab.

»Sei doch nicht so traurig. Es ist zu deinem eigenen besten und ich bin sicher, du findest unter deines gleichen einen passenderen Partner. Ein Dämon ist nicht sonderlich gut geeignet.« Sie zog die Stirn in Falten. »Was meinst du damit?«, wollte sie unsicher wissen, als Azrael erst ihre Wange streichelte und dann runter wanderte.

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